Rap Definition

Das Wort "Rap" ist englisch und bedeutet soviel wie "sprechen, plaudern". Rap gehört zu der Kultur des Hip-Hop, doch dazu später mehr. Die meisten Menschen kennen diese Musikrichtung und wissen auch, dass es ein schneller, rhythmischer und markanter Sprechgesang ist. Rap hat jedoch einen langen Weg hinter sich und wird heute auch oft in anderen Musikrichtungen als stilistischer Zusatz verwendet. Doch wir wollen jetzt mal seinen Wurzeln auf den Grund gehen.

Entstehungsgeschichte

Schon mehr als ein Jahrhundert bevor der Rap die amerikanische Musikszene eroberte, erzählten afrikanische Musikanten bereits ihre Geschichten in einer Art rhythmischem Gesang, begleitet mit einer Trommel, welche heute durch jegliche Computerprogramme ersetzt wurde. Zur selben Zeit erzählten mehrere Künstler aus der Karibik ebenfalls Geschichten, die in Reimen vorgetragen wurden. Man kann somit sagen, dass diese Völker den Grundstein der heutigen Rapszene gesetzt haben.

Das "Rappen" beinhaltet im Wesentlichen das Sprechen oder Singen von gereimten Texten, die mit einem bestimmten Takt vorgetragen werden. Diese Lieder werden von vielen als eine der anspruchvollsten Stile der Poesie bezeichnet. Über welche Thematik die Rapper schreiben wollen ist komplett ihnen überlassen. Sie können einen langsamen Takt oder Beat auswählen und über etwas trauriges Rappen oder einen schnellen Beat, welcher besser für Aggressive Texte geeignet ist. Im Old-School Rap, aber auch heute noch, sind beliebte Themen Sex, Gewalt, Drogen, Armut, Reichtum und sozialpolitischen Fragen. 

Die Musikrichtung "Rap" gewann zuerst in den 70er Jahren in den USA an Popularität als  „Street Art“, die von afroamerikanischen Jugendlichen praktiziert wurde. Erst im Jahr 1979, als die Sugarhill-Gang ihren ersten Song „Rapper´s Delight“ veröffentlichte, nahmen Plattenproduzenten zum ersten Mal richtig Notiz von dieser neuen Musikrichtung. Erst danach tauchten zahlreiche Rap-Projekte, wie Run-DMC und NWA auf und die Rap-Community begann zu wachsen. Es gab nicht nur afroamerikanische männliche Rapper, die immer häufiger auftraten, sondern auch immer mehr weiße Rap-Bands wie die Beastie Boys und weibliche Rap-Bands wie Salt-n-Pepa, die an die Spitze der Charts stürmten. 

In den 90er Jahren wuchs der Rap aus den Kinderschuhen heraus, in denen sich die Künstler mit relativ einfachen Texten beschäftigten und stieg in eine anspruchsvollere Dimension auf, die etwas lauter war und auf komplexeren Texten beruhte. Künstler wie Snoop Dogg, Tupac, Dr. Dre, Jay-Z und The Notorious BIG regierten die Charts in dieser Zeit, ebenso wie Eminem - einer der beliebtesten weißen Rapper aller Zeiten.

Der Rap hat den Test der Zeit bestanden und hält weiter seine Popularität mit den heutigen Künstlern wie Drake, 50 Cent, Ludacris, G-Eazy und Jay-Z, die mit ihren Hits Denkanstöße geben. Trotz des langen Weges ist die Rapszene noch lange nicht am Ende.